Big in Japan

Beziehungs-Kisten (III): Comic-Helden können ein ganzes Leben verändern. Heute: Die Cosplayerin Charline-Nana Lenzner.
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Angefangen hat alles mit „Sailormoon“, „Pokemon“ und den ganzen Serien auf RTL II, damals war ich sieben, acht Jahre alt. Und genau genommen ging’s wahrscheinlich noch früher los, mit „Heidi“ und „Biene Maja“: Das waren ja, so gesehen, auch schon Animes, wenn man den Begriff für in Japan produzierte Zeichentrick-Serien verwendet. Für die Hintergründe, für japanische Kultur, habe ich mich erst später interessiert. Und bin dann bewusst auf Manga und Anime zugegangen. Mit 16, als ich viel im Internet unterwegs war, habe ich Animexx entdeckt – eine Art Facebook für Manga- und Anime-Fans. Dort habe ich viele Gleichgesinnte gefunden, nicht selten sogar aus meiner Nachbarschaft. Gemeinsam sind wir dann auf die ersten Coventions gegangen, ich habe Nähkurse belegt und begonnen, meine Kostüme selber zu schneidern. Do-it-yourself! Das macht Spaß, aber auch eine Menge Arbeit. In Berichten über unsere Szene ist oft von einem besonderen „Lebensgefühl“ die Rede, da sage ich: flache Bälle! Für die meisten von uns sind Cosplay, Manga und Anime ein schönes Hobby. Nicht mehr – aber auch nicht weniger!

Charline-Nana Lenzner wurde 1992 in Hamburg geboren und arbeitet dort in einer Werbeagentur. In ihrer Freizeit organisiert sie ehrenamtlich Cosplay-Wettbewerbe, so auch auf der Manga Comic Convention MCC in Leipzig.

Foto: Privat

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