Paris des Ostens

Lebendige Literaturlandschaft, schwieriger Markt: Entdeckungen in Rumänien, Schwerpunktland der Buchmesse (Folge 5)
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Fast ein Dutzend Städte weltweit schmücken sich mit der klangvollen Metapher. Auf Bukarest mit seiner Dynamik, seiner eleganten Architektur, den stilvollen Cafés, Bühnen und Theatern trifft der Vergleich zweifellos zu – erst recht im Herzen der Stadt, dem „Leipziger Viertel“. Genau hier, in der Strada Lipscani 55, eröffnete 2015 die Buchhandlung Carturesti Carusel. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert hat sich in einen Bücher-Tempel verwandelt, der die Bukarester und ihre Gäste auf magische Weise anzieht: Auf 1000 Quadratmetern, verteilt auf sechs Stockwerke, finden sich 10.000 Bücher, 5.000 CDs und DVDs, aber auch ein Bistro und eine Kunstgalerie; regelmäßig lädt die Buchhandlung zu Konzerten und Kulturveranstaltungen ein.

Carturesti Verona, eine weitere Filiale der Kette, ist für manche die schönste Buchhandlung der Welt. Kein Zweifel: Auch „Micul Paris“, das Klein-Paris des Ostens, bildet seine Leute. In der Provinz sind die Dinge komplizierter. Nicht wenige der großen Verlage wie Polirom, Humanitas, Litera oder Art verfügen über eigene Buchhandlungen. Während die Plattform elefant.ro im Online-Handel immer wichtiger wird, sind kleine, unabhängige Buchhandlungen nur sehr selten zu finden.

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